UNSER GRÜNDER

zurückweiterweiter

UNSER GRÜNDER
BURHAN ÖNGÖREN

Als sechstes Kind der Aussiedler Zeynel und Nazife Öngören aus Kreta, wurde Burhan Öngören 1935 in Cunda/Ayvalık geboren.

1939, kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, zog Familie Öngören nach Izmir, um den Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Den Handel lernte Burhan Öngören von Kindesbeinen an, in Izmir kennen. Er ging zur Schule und half seinen älteren Brüdern in ihrem Laden „Yeni İmren Pazarı“. Nach den ersten Lehrjahren, wurde er zum Militärdienst einberufen.

Im Juni 1960 nahm der junge Burhan Öngören, inzwischen in Deutschland angekommen, eine Arbeit bei SKF, einer Fabrik zur Walzkörperherstellung, an. Er wollte sein Glück in einer anderen Stadt versuchen und entschied sich für Köln. Nach mehreren verschiedenen Tätigkeiten, wurde er in einer Schlossfabrik in Brühl eingestellt.

Was ihm fehlte, waren Speisen, die den türkischen Gaumen ansprachen. Auch bei anderen beobachtete er diese Sehnsucht. So beschloss er, diese Marktlücke zu schließen und versuchte sein Glück erst einmal mit der Produktion von türkischen Süßspeisen wie Helva und Tulumba. Er stellte fest, dass die Schokoladen- und Süßwarenproduktion in Deutschland bereits sehr fortgeschritten war und wand sich der Produktion von Sucuk zu. Mit der Marke "Echte türkische Wurst nach Izmir Art" legte er 1966 den Grundstein für Egetürk.
(*Sucuk: Türkischer Begriff für Knoblauchwurst)

Er setzte auf gleichbleibende Qualität, allmählich wurde die Egetürk Sucuk immer bekannter. Der wachsenden Nachfrage entsprechend investierte Öngören in sein Geschäft und wurde nach Jahren als der „erste türkische Industrielle in Deutschland“ gefeiert. Er rückte zum Doyen der türkischen Geschäftswelt auf.

Noch heute führt Öngören seine Firma mit der gleichen Hingabe wie vor 50 Jahren. Was als unscheinbares Deutschland-Abenteuer begann, machte ihn schließlich zum "Sucuk-König von Europa" und seine Firma zu den Größten in Europa. Egetürk wurde aus einem Gefühl der Sehnsucht nach Heimat geboren. Sein Erfolg erfüllt heute viele Türken mit Stolz.

Der Neffe Ahmet Eden begann 1994, in der Kölner Fabrik zu arbeiten. Ahmet Eden war als Verkaufsleiter tätig, bis er 2004 zum Geschäftsführer aufstieg.

Eden beschreibt Egetürk als einen Familienbetrieb, der den Übergang zum mittelständischen Unternehmen geschafft hat. Hier habe jeder Arbeitnehmer einen Aufgabenbereich, für den er verantwortlich sei. Eden bemerkt, dass sein Onkel Burhan Öngören immer noch jeden Tag in der Fabrik vorbeischaut und sagt über dessen Erfolg: „Burhan Öngören hat Egetürk durch sein erfolgreiches Engagement so weit gebracht. Wir haben das Unternehmen in der 2. Generation übernommen und haben es uns zum Ziel gesetzt, die Firma noch weiter zu bringen.